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Islandpferde

 

Im Jahre 874 unserer Zeitrechnung wurde Island das Land aus Feuer und Eis besiedelt. Zu dieser Zeit kamen auch keltische Ponys auf die Insel. Schon 950 unserer Zeit  wurde ein Einfuhrverbot  für Pferde erlassen. Dadurch wurde der Bestand von ca. 45000 Stück über 1000 Jahre in Reinzucht gehalten. Es erfolgte eine scharfe natürliche Zuchtauswahl durch die feindlichen Lebensbedingungen, nur die härtesten und anspruchlosesten überlebten. So z.B. im Winter 1783/84 nach Vulkanausbrüchen,  die durch die Lava Weiden zerstört hatten, wurden ca. 70% des Bestandes vernichtet.

Sie leben ganzjährig ohne Stall und suchen sich Ihr Futter selbst. Sie fressen sogar Salzheringe und in Notzeiten Seetang, Sträucher und Ähnliches. Isländer sind spätreif, fruchtbar und langlebig. Die Stute Tülle (Dänemark) wurde 57 Jahre. Sie können einen schweren Mensch mehrere Tage über unwegsames Gelände tragen. Sie werden als Zug-, Reit- und Tragetier, sowie zur Fleischerzeugung gehalten. Jetzt auch als Export-, Zucht- und Nutzpferd. Sie haben zwei zusätzliche Gänge, den Tölt und Pas. Im Tölt können Galoppgeschwindigkeiten erreicht werden.

Isländer sind ausgesprochene Herdentiere und sind genau so stur wie stark. Sie sind als Erwachsenenreitpferde gedacht und Sind von Reitern mit wenig Durchsetzungsvermögen schwer zu handhaben. Islandpferdeleute sind genau so eigenwillig wie ihre Pferde und sind zu einer Art Gemeinschaft zusammengewachsen, die mit anderen Pferden kaum noch etwas anfangen will oder kann.